15. August 2026
„Jeder Satz, den sie sprechen, erreicht das Herz.“

Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) widmet der Eröffnung der Potsdamer Schirrhofnächte mit unserer Inszenierung von Wolfgang Borcherts DRAUSSEN VOR DER TÜR eine ausführliche Besprechung. Unter der Überschrift „Überraschend poetisch: Zwei Soldaten-Dramen geben bei Potsdamer Schirrhofnächten den Ton an“ zeigt sich Kritiker Karim Saab besonders davon beeindruckt, wie sich Borcherts Antikriegsdrama unter freiem Himmel entfaltet:

„Wer hätte das gedacht, dass das Kriegsheimkehrer-Drama von Wolfgang Borchert in der Inszenierung von Kai Frederic Schrickel unter freiem Himmel derart aufatmet!“

Gerade die Verbindung des düsteren Stoffes mit der besonderen Atmosphäre des sommerlichen Schirrhofs hebt die Kritik hervor:

„An einem lauschigen Sommerabend aber treten viele überraschend entspannte, nachdenkliche und auch heitere Momente hervor. Statt sich einem Totentanz hinzugeben, wird der Held Beckmann immer wieder aufgefordert, eine Auferstehung von den Toten zu wagen.“

Großes Lob gibt es für das gesamte Ensemble:

„Die acht Darsteller des Neuen Globe Theaters machen alles richtig. Jeder Satz, den sie sprechen, erreicht das Herz. […] Auch ohne aufgesetzte Theatralik prägt sich jede der Bühnenfiguren tief ein.“

Auch die reduzierte Bühne und die Musik von Tilmann Ritter überzeugen den Kritiker:

„Ein niedriger Tisch und sieben, zuweilen farbig in Szene gesetzte LED-Leuchtstäbe reichen, um die Bühne zu strukturieren. Mit Akkordeon, Keyboardsounds und leichter Hand vergoldet der Musiker Tilmann Ritter die Aura des 150-minütigen Abends.“

Und schließlich unterstreicht die MAZ die Gegenwärtigkeit von Borcherts 1946 geschriebenem Stück:

„Auch ohne Zeigefinger teilt sich die Aktualität des Stückes mit, wenn es etwa heißt: ‚Ein Krieg gibt dem anderen die Hand.‘“

MAZ / Märkische Allgemeine Zeitung, 14. August 2026
Kritik: Karim Saab

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